Was man von Kurkuma wirklich erwarten kann

Die Liste der Dinge, für die Kurkuma gut sein und wogegen es helfen soll ist lang. Ganz oben stehen Sachen wie „lindert Blähungen oder ein Völlegefühl“, „wirkt antientzündlich“ oder „hat einen verdauungsfördernden Effekt“. Angeblich soll Kurkuma sogar „vor Altzheimer schützen“ und „Magen-Darm-Beschwerden lindern“. Doch stimmt das denn alles so? Und wenn nicht, wozu ist das gelbe Gewürz sonst gut? Denn es zählt ja nun nicht wirklich zu den intensivsten Kandidaten im Gewürzregal.

Die Kurkumawurzel

Kurkuma Wurzel & PulverKurkuma ist ein wirklich interessantes Gewürz. In seiner Urform könnte man es auf den ersten Blick mit Ingwer verwechseln, denn auch Kurkuma ist eine Wurzel und findet sich in dieser Form auch in einigen Läden wieder. Schon von außen gibt es aber einige feine Unterschiede. So ist die Kurkumawurzel schon außen dunkler als Ingwer und präsentiert sich im Inneren in einem kräftigen Gelb- bis Orangeton. Die Kurkumawurzel lässt sich wie Ingwer kleinschneiden oder reiben und dient so als Würze.

Auf der Suche nach dem gelben Gewürz stößt man im Allgemeinen aber eher auf Kurkuma in Pulverform. Das gelbe Pulver hat einen, wie ich finde, erdigen Geruch und schmeckt beim ersten Mal Kosten sehr ungewöhnlich bitter und leicht scharf. Es kann aber mit der Schärfe von Ingwer oder gar Chili nicht mithalten. In Gerichten verarbeitet erzielt es eine exotisch-asiatische Note.

Kurkuma vs. Krankheiten

Um Kurkuma wirklich effektiv zu untersuchen und ein Ja oder Nein zum Thema „Kurkuma hilft gegen Krankheiten“ zu beantworten, fehlt es mir selbst leider am wissenschaftlichen Know-how. Zum Glück haben wir ja aber mittlerweile im 21. Jahrhundert pfiffige Netzwerker wie Mai vom YouTube-Channel maiLab, die sich nicht nur einfach gern mit interessanten Dingen des Alltags beschäftigt, sondern auch noch ein geballtes Fachwissen an den Tag legt. Mai ist nämlich Chemikerin und kann komplizierte Zusammenhänge informativ, logisch und einfach erklären.

Ich kann euch daher zum Thema Kurkuma vs. Krankheiten nur dieses Video empfehlen. Hier erläutert die YouTuberin leicht verständlich was es genau mit Kurkuma auf sich hat und was wir wirklich von dem angeblichen „Wundermittel“ erwarten können.

Kurkuma und andere Lebensmittel

Tjaah, nun fragt ihr euch vielleicht, nachdem ihr dieses Video gesehen habt und euch das ein oder andere mehr zu Kurkuma klar geworden ist, was ist denn nun noch der Part der Schreiberin dieses Beitrags? Nachdem mir klar geworden ist, dass Kurkuma vielleicht doch nicht das non-plus-ultra-Mittel gegen alles ist, habe ich mich gefragt, was man nun mit diesem trotz allem sehr interessanten Gewürz tun kann. Ich persönlich finde, Kurkuma hat (verarbeitet in kleinen Mengen) keinen wirklich intensiven Geschmack und sticht daher nicht hervor, wenn man es in einem Gericht verwendet. Nimmt man zu viel, schmeckt es leicht erdig, was auch nicht jedermanns Sache ist.

Omelett mit Kurkuma eingefärbtDas wirklich coole an Kurkuma ist aber seine beeindruckende Farbe, die jaah nun tatsächlich nicht künstlich, sondern rein natürlich sein soll. Das heißt, mit Kurkuma lassen sich zahlreiche Gerichte wunderbar einfärben. Das ist natürlich auf der einen Seite ein rein optischer Effekt, für den man Kurkuma an der Stelle gebraucht, andererseits werden für so viele Dinge in der Lebensmittelbranche künstliche Färbemittel verwendet, weshalb es doch eigentlich sehr schön ist, wenn es einen natürlichen Stoff gibt, der ein Gericht genau so schön einfärbt, wie Lebensmittelfarbe.

Besonders gut zum Färben mit Kurkuma eignet sich beispielsweise:

– Rührei oder Omelett
– Reis
– Kartoffelmuß
– Saucen & Dips

Reis im Vergleich - links ohne, rechts mit KurkumaDiese Kandidaten bekommen einen satten Gelbstich, je nachdem wie viel Kurkuma man hinzu gibt. Ich empfehle euch aber nicht zu viel Kurkuma zu verwenden. Maximal ein halber TL des Pulvers auf Reis oder Kartoffelmuß für ca. 3 Personen reicht völlig. Ansonsten wird der Geschmack zu stark. Das Pulver nimmt relativ viel Flüssigkeit auf, weshalb ihr ggf. mit etwas Milch oder Wasser ausgleichen müsst.

Kartoffelmuß im Vergleich - links ohne, rechts mit KurkumaIm Bildervergleich ist gut zu erkennen, was Kurkuma selbst bei kleinen Portion bewirkt. Einige Hersteller von Kurkuma in Pulverform empfehlen, vor dem Gebrauch das Gewürz in etwas Speiseöl anzudünsten. Das soll für eine kräftigere gelbe Farbe sorgen.

Ich empfehle euch, probiert es mal selbst aus! Vielleicht lässt sich das Gewürz sogar mit Süßspeisen kombinieren, um einen Teig mit einem leuchtenden Gelb zu versehen oder einer Creme noch das gewisse Etwas zu verleihen.

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